OnlineItalien 04.2026

ITALIEN 1 NOTNR. 463/2604/43.JAHRG. SATIRE/PROGRAMM/WERBUNG I T A L I E N www.italien-wuppertal.de/online/n/04026/

2 ITALIEN BEST OF MANFRED DEIX: Der burgenländische Weinskandal war nur die Spitze des Eisbergs (1985)

ITALIEN 3 SPEEDDATING IM BUDDHISTISCHEN ZENTRUM Luisenstraße Luisenstraße HARRY VOM HOMBÜCHEL Verdammt nah an der Gastronomie. Wir sind bei Facebook: Gefällt mir! Luisenstr. • 42103 Wuppertal • Tel. 0202/30 45 26 Frühstück: Mo-Fr 8 -12 Uhr • Sa 9-13 Uhr • So 10-13 Uhr Essen: Mo - Fr 12-23 Uhr • Sa 13-23 Uhr • So 13-22 Uhr täglich geöffnet: Ende offen! Biergarten geöf fnet. jorgo

4 ITALIEN ITALIEN - Über 40 Jahre Humoriges aus Wuppertal für Remscheid, Solingen, Berlin, New York und anderswo Herausgeber: Kulturkooperative Wuppertal e.V. (die börse, Jazz AGE, Haus der Jugend Barmen, Katzengold-Kulturbetriebe), Völklinger Str. 3 · 42285 Wuppertal Reaktionsbüro & Anzeigeninquisition: Völklinger Straße 3 · 42285 Wuppertal www.Italien-wuppertal.de www.italien.engelkunst.de italien.magazin@t-online.de Tel. 0202/8 48 06 Day&Night 24 Std. rundum Nümmertje: 0170/9648681 Redaktion: Uwe Becker (V.i.S.d.P.), Rolf-Rolf Gröbl, Harry vom Hombüchel, Horst Scharwick, Jorgo Schäfer Redaktions-Sekretär: Holger (104/105/106 Autoren und Monogame: Dominik Bauer, Jörg Degenkolb-Degerli, Otto Diederichs, Eugen Egner, Thomas Gsella, Martin Hagemeyer, Elias Hauck, Wim van Hoepen, Falk Andreas, Torbjorn Hornklovie, Ernst Kahl, Kittihawk, Til Mette, Stephen Oldvoodle, Ari Plikat, Rattelschneck, Shoam, RME Streuf, Peter Thulke, Piero Masztalerz, Benjamin Weissinger, Jasmina Kuhnke, Patrick Salmen, Daniel Sibbe, Nermina Kucic, Martin Knepper, Ludger Fischer, Dominik Mauer, non non triptychon, Valentin Witt (Erfinder von 6,2 Mio. Witzen), Rudi Hurzlmeier, Stefan Gärtner, Jörg Isringhaus Titel: Til Mette Layout: Glatten Hanf Terminkalender: E-Mail: shoam@web.de Druck: Sattler Media Group Vertrieb: talevent.de der Kulturverteiler im Bergischen Land Unsere verbreiterte Auflage unterliegt der ständigen Kontrolle von „ITALIEN SelfControling“ der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von ITALIEN. Druckauflage: 13.409 Stck. Mindestens haltbar: bis 05/26 IMPRESSALIEN ZIPPO BECKER meint: Liebe Leser, liebe Lesebrillen! Nach der Nicht-Wiederwahl des Kulturdezernenten Nocke vor einigen Wochen, die eine zeitintensive Suche nach einer Nachfolge verlangt, bat nun auch noch der Kämmerer Torsten Bunte um eine Vertragsauflösung, da ihm das gleiche Amt in seiner Heimatstadt Dortmund angeboten wird. Ich kann Ihnen, liebe Leser, liebe Lesebrillen, gerne verraten, dass ich in Verbindung mit dieser Neuigkeit in zahlreichen Medien hören und lesen musste, dass es nur zu verständlich ist, wenn man dem Ruf der Heimat folgen möchte. „Ja, wenn die Heimat ruft, wer kann da schon nein sagen?“ Bunte war also eine „Zecke“, wie Schalker sagen würden, wenn sie über Anhänger des verhassten Erstligisten sprechen. Aber war Bunte denn überhaupt Fußball-Fan? Es ist egal. Er geht nun, und folgt brav dem Ruf der Heimat, denn wenn die Heimat ruft, dann geht man zurück. Was man nicht unerwähnt lassen sollte, der Wechsel von der Kämmerei Wuppertal in die Kämmerei Dortmund ist ein Karrieresprung für Bunte, da Dortmund mehr Einwohner hat und einen Erstligisten im Fußball. Wuppertal hat nur einen Erstligisten im Handball, im Fußball hängt der WSV, wie mein Kollege Harry vom Hombüchel es bereits letzten Monat treffend in diesem Heft formulierte, mit einem Ei in der Oberliga. Und das heißt, man ist bald wieder fünftklassig. Nichtsdestotrotz, welch schönes altes Wort, nichtsdestotrotz suchen wir jetzt zwei neue Beigeordnete, die übrigens in Wuppertal wohnen müssen (Bedingung), einen der gut mit Schulden umgehen kann und einen der Pina Bausch mag und gerne auf Vernissagen chillt oder in der Historischen Stadthalle bei Konzerten unseres erstklassigen Wuppertaler Sinfonieorchesters abhängt. Wünschen wir uns allen viel Glück dafür. Herzlichst Uwe Becker (Beigeordneter für Quatsch mit Soße) ACHTUNG! Drohne? Bananenflanke !

ITALIEN 5 RUDI HU / AUCH NICHT UNINTERESSANT rudi hurzlmeier SIBBES SERMON Beamtenwitz 2026 CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann fordert eine drastische Reduzierung von Verbeamtungen. Der Beamtenstatus soll nur noch Personen mit „hoheitlichen Kernaufgaben“ bei der Polizei, im Justizapparat und beim Zoll verliehen werden. Erfahrungen im Däumchen verdrehen haben diese Gruppen ja bereits. Sicher ist sicher Das Europäische Parlament hat sich für eine Liste sicherer Herkunftsstaaten ausgesprochen, die grundsätzlich auch die EU-Beitrittskandidaten einschließt. Die Chancen für Geborgien dürften dadurch gestiegen sein. Doggy-Style Einer Umfrage zufolge darf jedes dritte Haustier in Deutschland im Bett des Halters bzw. der Halterin schlafen. Nicht auszudenken, wie hoch der Anteil wäre, wenn Nutztiere wie Hengste, Stuten und Säue dazugerechnet würden. Heil in der Flucht Weil sich AfD-Politiker immer wieder mit der Führungsfigur der „Identitären Bewegung“, Martin Sellner, getroffen haben, hat der Bundesvorstand einen Beschluss gefasst: Parteimitgliedern wird empfohlen, künftig auf Distanz zu dem österreichischem Rechtsextremen zu gehen – mit einer ausgestreckten Armlänge. Eiforbibbsch Im vergangenen Jahr sind deutlich mehr Flüchtlinge mit finanziellen Hilfen des Bundes in ihr Heimatland zurückgekehrt. Den anhaltenden Bevölkerungsrückgang im Osten können die einstigen Republikflüchtigen und heutigen Rentner jedoch nicht ausgleichen. Trump tobt Der Dalai Lama hat seinen ersten Grammy gewonnen. Er erhielt den Preis für die Springsteen-Coverversion „Reborn in the USA“. DIE WEISHEITEN DES VALENTIN WITT •••Totgesägte leben kürzer. MÜSSTE EIN... •••Einwohnermeldeamt nicht korrekt Mehrwohnermeldeamt heißen? Harry vom Hombüchel

6 ITALIEN til mette Verdammt nah an der Gastronomie. Besuchen Sie uns auch im Internet! www.katzengold.org Luisenstr. • 42103 Wuppertal • Tel. 0202/30 45 26 Frühstück: Mo - Fr 8 -12 Uhr • Sa 9 - 13 Uhr • So 10 - 13 Uhr Essen: Mo - Fr 12 - 23 Uhr • Sa 13 - 23 Uhr • So 13 - 22 Uhr täglich geöffnet: Ende offen! Endlich wieder Biergarten! Catering-Service info@katzengold.org schwör: Dobrind prüft ein Handyverbot ab 65. IchFAKE NEWS OF THE MONTH DRAUSSEN: EIN WEISSER... •••Kastenwagen, über die Heckscheibe in Brüllschrift die Worte ‚JESUS RETTET‘. Sofort der Gedanke, dass vor 20 Jahren ein einfacher Warnaufkleber ‚Anfänger‘ genügt hätte. Martin Knepper STATT. . . •••zweimal die Woche die Fahrschule zu besuchen, wie versprochen, ging ich lieber in die Imbissbude und aß eine leckere Currywurst mit Pommes und Majo. Alles kam irgendwann raus. Und, hat es mir geschadet? Bin ich denn nicht ein ganz toller Beifahrer geworden? Genau. Horst Scharwick Das gefundene Gedicht von Falk Andreas Der Bundesverrechnungshof hat zwar die relevanten Zahlen doch die Beamten wollen lieber zeichnen oder malen Sie drohen: Kommt uns wer mit Excel machen wir Geklecksel aus feuchten Wasserfarben wodurch die Rechenarten darben und sich auch die Tabellen zum Schluss unbrauchbar wellen Da kann man nur noch malen und nix ist mehr mit Zahlen ZUM. . . •••Glück bin ich neben meiner kaum entwickelten Toleranz auch mit einem Gutteil Geduld an der Grenze zur Trägheit ausgestattet; die Mischung dieser Eigenschaften verleitet meine Umwelt praktischerweise zu dem Trugschluss, dass ich von insgesamt eher freundlichem Wesen sei. Martin Knepper

ITALIEN 7 Pack Rats, Marie Kondo, and Storage Wars: Haben, Sein und die Amis Das lässt sich sicherlich mal gebrauchen, wegwerfen kann man ja immer, ich bin halt Jäger und Sammler. Was auch immer die Entschuldigung für die Anhäufung von Krimskrams sein mag, sie wirken selbst in Generationen, die nie materielle Not am eigenen Leib erfahren haben müssen. In den USA nennt man solche Leute „Pack Rats”, was ein wenig abfällig gemeint und ein Hinweis darauf ist, dass jemand es nötig habe, Dinge aufzubewahren, die gerade oder schon länger nicht mehr im Gebrauch sind. Es mag auch ein Ergebnis der sog. „Consumer Culture” sein, dessen Credo des „mehr und mehr und gleichzeitig immer billiger” in Deutschland schon in den 1970er Jahren Philosophen vom Schlage eines Erich Fromm auf den Plan gerufen haben, der da rief: „Kehrt um, all das Haben hindert euch am Sein!” Oder so ähnlich. In den USA war Generationen später aus Erich Fromm eine Marie Kondo geworden, eine japanische Organisationsberaterin, Autorin und Fernsehmoderatorin. Sie hat sich der westlichen Welt und hier besonders den Amis durch die Entwicklung der KonMari-Methode unvergesslich gemacht, einer Aufräummethode, bei der nur Gegenstände behalten werden, die „Freude machen“. Durch das von ihr empfohlene „Magic Cleaning” würde das Leben verändert, wobei unausgesprochen blieb, ob nun zum Besseren oder zum Schlechteren. Weil man das ja nie so genau wissen kann, wussten die Amis, ging der Trend eher nicht zur Entsorgung der weniger Freude bereitenden Gegenstände, sondern zur Entfernung aus dem unmittelbaren Gesichtskreis und damit zur Einlagerung. Wie Pilze aus dem Boden schossen Unternehmen wie CubeSmart, SelfStorage oder PODS, die als sog. „Franchise-Unternehmen” Konzessionen einschließlich Design und Marketing an unternehmerisch ehrgeizige Menschen vergeben. 30 Kubikmeter klimatisierter und trockener Lagerraum für schlappe 200 Dollar im Monat, plus Steuer. Vor allem in Ballungsgebieten wie New York City, dort wo die Schränke klein sind und weder Kellerräume noch Dachböden vorhanden, machen Lagerhäuser mittlerweile einen beträchtlichen Anteil des Immobilienbestands aus, und wenn immer ein Ladengeschäft einer Warenhauskette schließt, weil sich die Leute ihren Kram lieber von Amazon ins Haus liefern lassen, wird das Gebäude in einen kommerziell betriebenen „Storage Space” umgewandelt und damit in tausende private Rumpelkammern. Die sind blickdicht verschlossen. Klar, Schutz der Privatsphäre und so, aber auch und in Wirklichkeit – wir sind ja schließlich in den USA – Teil des Geschäftsmodells. So ein Storage Space trägt sich ökonomisch betrachtet selbst, das heißt, die Mieten für die Rumpelkammern decken Personalkosten, Versicherung, Energie, Steuern und was sonst noch so an Aufwand betrieben werden muss. Als Umsatzrendite bleibt da erst einmal wenig beim Investoren hängen, und für Wenig finden Konzessionsgeber wie CubeSmart keine Konzessionsgeber. Da muss schon richtig was bei rumkommen, sonst könnten Unternehmer ja bei McDonalds oder Krispy Kreme einsteigen. Die Maraschino-Kirsche auf dem „Storage Space”-Kuchen ist die nicht unerhebliche Chance, dass jemand mal seinen Pröttel in der Rumpelkammer und auch die Überweisung der RumpelMiete für länger als drei Monate vergisst. Dann geht der Inhalt der Rumpelkammer entschädigungslos an den Betreiber des Storage Space über und der hat dann zwei Möglichkeiten: Einmal den Kram kleinteilig über E-Bay verhökern oder den gesamten Inhalt en gros die Nahrungskette runterreichen. Letzteres empfiehlt sich vor allem, wenn man einen Bieterstreit anzetteln kann, einen „Storage War”. Das ist eine Wundertüte für Erwachsene, die einen kurzen Blick durch die Tür auf den gesammelt Pröttel werfen dürfen. Man würde an die menschliche Vernunft glauben, vielleicht sogar an Erich Fromm, würden sich da nicht vernunftbegabte Menschen gegenseitig mit Geboten in die Höhe treiben, nur, um als Gewinner*in aus der Versteigerung hervorzugehen. Sie haben bestimmt alle die Fernsehserie „Storage Wars” gesehen und hofften auf das große Los in Gestalt zum Beispiel eines der als verschollen, weil gestohlen geltenden Meisterwerke der Kunstgeschichte. Sehr viel häufiger finden Gewinner*innen von solchen Versteigerungen allerdings Bücher der Frankfurter Schule, oder eine Erstausgabe von The Life-Changing Magic of Tidying Up von Marie Kondo. Friedrich-Engels-Allee 185 • 42285 Wuppertal-Unterbarmen geöffnet: Mo.-Sa. 17-23 Uhr • So. geschlossen ...bei uns ist der Kaiserwagen schon am Start: Kommen Sie, steigen Sie ein, machen Sie eine kleine Rundfahrt. Von Muscheln über Calamares nach Spaghetti und zurück... Schmuddelwetter? Nun mal ein bischen zügig WSW...

8 ITALIEN ALLE TERMITEN OHNE GEWEHR! . DO Maria Basel The Longing Tour • Loch/20 Uhr . FR Loch Karfreitag Duette und Soli von Mitch Heinrich und MC Graeff • Loch/20 Uhr Kantorei Dreiklang Mitglieder des Sinfonieorchesters Wuppertal • Immanuelskirche/17 Uhr . SA Rumbero‘s & Bachatero‘s Social • Insel/21 Uhr Kindersachen-Trödelmarkt • LCB/10 Uhr ‚. SO Sonntagsfrühstück • Katzengold/10 Uhr ƒ. MI JanJan3000 Die Weird Night Show • die börse/20 Uhr Alma Naidu Jazz Club • Loch/20 Uhr Spiel mit! Spieleabend • Bürgerbahnhof/19 Uhr †. DO Benjamin Herman Trio feat. BIGYUKI The Tokyo Sessions • Insel/19.30 Uhr One Sentence. Supervisor presented by TALSOUNDS • Loch/20 Uhr ‡ˆ. FR DJ-Session strictly Vinyl • Allee-Stübchen/20 Uhr Sonntagsfrühstück • Katzengold/10 Uhr ˆ. MO Insel Spielplatz mit Sophia Oertel, Julio Escobar, Lydia Stettinius und Sophia Otto • Insel/19.30 Uhr ‡. DI Zaubersalon Patrick Bernecker, Dominik Lohmar & Peter Vohralik • die börse/19.30 Uhr Spielenachmittag für Senioren • Bürgerbahnhof/15 Uhr . MI Susa Berivan & Gigi Guillotini Simon Below • O r t/20 Uhr Brenda Boykin Uptown Groove • Färberei/19.30 Uhr . DO AKW außer der Reihe • O r t/20 Uhr Milonga • die börse/20 Uhr Pit Hartling ... wirkt Wunder • Kattwinkelsche Fabrik/20 Uhr  . FR Reiner Calmund ein runder Abend mit Fußball und Freunden • die börse/20 Uhr Matthias Schwengler Soulcrane feat. Laurent Derache • Insel/19.30 Uhr Trio Elation mit Mitch Heinrich, Christoph Irmer & David Leahy • Loch/20 Uhr Melvin Haack Enthält lästige Spuren von Kleinkunst • LCB/20 Uhr TERMINABGABE FÜR MAISHEFT €‚€ƒ: SAMSTAG, .‚†.€ƒ ‡GEGEN €€.†ˆ UHR‰ DIREKT AN: SHOAM@WEB.DE I T A L I E N TERMITEN2604 Literatur auf der Insel Norbert Gstrein • Insel/19.30 Uhr Single Party die Party für alle • Färberei/18 Uhr ‡‡. SA Tsombanis4 Essentials • Insel/19.30 Uhr Wackeltreff 2.0 die entspannte Party • die börse/20 Uhr WupperSwing LindyHop Tanzabend • Färberei/20 Uhr ‡. SO Singen statt Hetze und Hass Chorprobe • die börse/11 Uhr Sonntagsfrühstück • Katzengold/10 Uhr ‡‚. MI Bernd Stelter Reg‘ Dich nicht auf. Gibt nur Falten! • LCB/20 Uhr Forum Hesselnberg-Südstadt DemokratieWerkstatt • die börse/17 Uhr Vortrag DGEG Die Bergisch-Märkische Eisenbahn • Bürgerbahnhof/19.15 Uhr ‡‹. DO Klangkosmos NRW Nisbet S drayeva Ensemble • Insel/19.30 Uhr Slam börse • die börse/19.30 Uhr Hans Werner Otto Scheinbar unsichtbar • Loch/20 Uhr ‡Œ. FR Jan van Weyde Große Klappe die Erste • die Börse/20 Uhr Dresdner Residenz Orchester Die Vier Jahreszeiten • Immanuelskirche/19 Uhr Michael Krebs Optimismus - jetzt stark reduziert • Kattwinkelsche Fabrik/20 Uhr Dave Goodman • Bürgerbahnhof/19.15 Uhr Kulturgarten 2026 Bleibefreiheit • Insel/16 Uhr BAROCK Europe´s greatest tribute to AC/DC • LCB/20 Uhr Tobias Wessler Der Freak in mir muss Heimat finden • LCB/20 Uhr ‡ƒ. SA The Fantastic Blues Brothers Band • die börse/20 Uhr Stina Holmquist • Loch/20 Uhr Alfons Le BEST OF • Immanuelskirche/20 Uhr Daniel Schwarz Salsa Caribeña-Party • Färberei/19 Uhr Mein Kampf eine Farce von George Tabori • Insel/19.30 Uhr Schreibwerkstatt Treffpunkt für Creative Writing • die börse/11 Uhr Frauenkleider- und Kindersachenbörse • Kattwinkelsche Fabrik/11 Uhr ‡†. SO Frank Goosen Lovely Rita • die börse/19 Uhr Horst Evers So gesehen natürlich lustig • Immanuelskirche/19 Uhr Haubentaucher eine Farce von und mit Hans Werner Otto • Insel/18 Uhr Gebüschsch!

ITALIEN 9 ‚. SA Vintage live • Allee-Stübchen/20 Uhr Jan Kazda & Indigo Streichquartett Weltmusik • Loch/20 Uhr Soulbound sYn Tour • LCB/20 Uhr Isabella & Iwan KonterEnergie Boleos • Insel/18.45 Uhr Ich bin Ich Inklusionsparty • die börse/14 Uhr ‹. SO Polizeichor Wuppertal Frühlingskonzert • Immanuelskirche/19 Uhr DJ QuBa Bachata Social • Färberei/19.30 Uhr Unzensiert Briefe aus dem Iran • Insel/18 Uhr Sonntagsfrühstück • Katzengold/10 Uhr Zeilensprung Poetry Slam • Kattwinkelsche Fabrik/19 Uhr ParkCafé Am Uellenberg • die börse/15 Uhr ƒ. DI The Devil And The Almighty Blues • LCB/20 Uhr †. MI Chris Brown & Ben Davis außer der Reihe • O r t/20 Uhr Inga Lühning + Band • Loch/20 Uhr Zwischen Tinder und Tupperdosen Lesebühne von Anna Lisa Azur • Färberei/19.30 Uhr ˆ. DO Royal Street Orchestra Tanz in den Mai • LCB/21 Uhr 5 Bier Altherrentanzkapelle • Spunk/20 Uhr Tanz in den Mai • die börse/22 Uhr Konzert & Tanz in den Mai mit Lou Canova & DJs Pank & Frei • Insel/21 Uhr uwe becker

10 ITALIEN ABO OHO ITALIEN ABO OHO IST DA. ES IST FAST WIE DAS ALTE: 1 JAHR ITALIEN 25 EURO FÖRDER ABO 50 EURO MIT BUCHPRÄMIE „WO IST MEIN KOPF“ VON ELIAS HAUCK ODER „BEGRABT MEIN HERZ IN WUPPERTAL TEIL 2“ VON UWE BECKER SUPER-FÖRDER ABO 100 EURO ODER MEHR… BEIDE BÜCHER ALS PRÄMIE. EINFACH ÜBERWEISEN AN: ITALIEN MAGAZIN IBAN: DE46 3305 0000 0000 9048 47 BEST OF ERNST KAHL HEUTE . . . •••früh gleich mehrere unangenehme aber notwendige Telefonate geführt. Bin aber sehr erleichtert, dass am anderen Ende niemand abnahm. Michael R. Ludwig IM TRAUM... •••war mein Hamster so groß wie eine halbe Kuh. An seinem Laufrad hing ein „Außer Betrieb“-Schild. Er saß in seinem riesigen Drahtkäfig und fraß nur Bio-Rinderhack. Er schmatzte dabei so laut, dass ich nicht in Ruhe fernsehen konnte. Uwe Becker E INE . . . •••Familie sitzt beim Brunch und plötzlich ist der Moment, vor dem sie all die Jahre immer schon Angst hatten, gekommen. Der jüngste Sohn fragt, warum seine Geschwister mit “Senior“ und „Mank“ relativ normale Namen haben, er aber “Affenquatsch“ heißt. In der angespannten Situation könnte man ein Zitronengras fallen hören. Da steht der Vater langsam auf, steigt bedächtig die 20m hohe Wendeltreppe nach oben und stürzt sich vom Dach des Hauses mit einem Flughundkostüm ins Tal (die Familie wohnt auf dem Gipfel eines Berges). Die Mutter und die drei Kinder haben plötzlich alle ein langes Zwiebelbaguette in der Hand. Ende. Benjamin Weissinger renke brandt

ITALIEN 11 Falk Andreas Funke, Gedichte Juliane Steinbach, Holzschnitte Laubsägefisch/ Maritime Seelen Selbstverlag Format 24 x 31 cm 40 Seiten 45 Euro Auflage 200 ISBN 978-3-9824801-0-7 steinbach@kuester-steinbach.de LETZTE EXEMPLARE HIER ZU BESTELLEN: Watching With My Ears 20 Years Vision Festival New York 978-3-95593-145-2 wolke-verlag.de Bahnfahrt ins Glück Am Mittag kommt der Morgenzug: Kein Klo, auch keine Bar nicht. Der zweite Zug, aus Schaden klug, Kommt vorsichtshalber gar nicht. Der dritte dreht und fährt zurück Und kreuz und quer - Baustellen! Am Abend fehlt ein Schienenstück. Ein Kind fängt an zu bellen. Fahl steht der Montagsmond und klagt, Dann wird die Stimmung heiter: Der Strom fällt aus. Ein Schaffner sagt: „Am Freitag geht es weiter.“ Thomas Gsella STELLE . . . •••mir vor, wie es im Kino neben Nachos, Nicnacs und Popcorn auch klare Suppen zu kaufen gibt, etwa Rinderconsommé, auf einem flachen Porzellanteller. Schon auf der Treppe schwappt das erste Mal etwas über den Rand, dann, als man sich an widerwillig aufstehenden Gästen vorbei zu seinem Platz zwängen muss, geht auch etwas ab. Allgemeiner Unmut. „Das STINKT ja“…“wer bitte isst im Kino Suppe“… “der ganze Saal riecht nach Rindfleisch.“ Sorgfältig vermeidet man dann Schlürfgeräusche, um die Situation nicht eskalieren zu lassen. Aber: „Ich hör den SCHLUCKEN..so widerlich.“ Jetzt ist aber auch mal gut. Die anderen hört man auch schlucken mit ihren 1-Liter-Fantas. Aber Suppe schluckt man anders. Benjamin Weissinger SE IN. . . •••Leben führen, als ob es eine mittelgute Serie wäre, die man eigentlich nur wegen der Hauptdarsteller und der Sexszenen weiterschaut. Martin Knepper hauck & bauer

12 ITALIEN Schüsse im Restaurant (fast ein Kurzkrimi) von Uwe Becker Die Handlung ist frei erfunden. Jede Ähnlichkeit mit lebenden oder verstorbenen Personen wäre rein zufällig. Höchstwahrscheinlich ist er für eine eventuelle spätere Verfilmung viel zu kurz. Man müsste daher noch ein paar schöne Landschaftsaufnahmen dazwischen schneiden, die man mit einer Drohne aufnehmen könnte. Aber warten wir erst mal ab, ich will jetzt nicht ins Detail gehen. Wichtig ist ja die Geschichte, die erzählt wird. Daher wünsche ich Ihnen zunächst viel Vergnügen. Jetzt geht’s los: Hauptkommissar Manfred Wedekind stand auf seinem Balkon und schaute auf den tristen Hinterhof, in dem sich eine Garage an die nächste reihte, eine grauer als die andere, wie alte, verwaschene, ehemals perlweiße Bettwäsche an der Leine. „Gleich haben wir was ganz Schönes vor, Manfred“, sagte seine Frau gedämpft optimistisch. Claudia Wedekind hatte zwei Karten für „Palermo, Palermo“, ein Stück von Pina Bausch, vom Physiotherapeuten des Wuppertaler Tanztheaters geschenkt bekommen. Claudia hatte ihren ehemaligen Klassenkameraden kurz zuvor zufällig auf der Straße nach vielen Jahren wiedergetroffen. Kurz und gut, vor einigen Tagen rief er an und teilte Claudia mit, dass er an der Kasse für kommenden Sonntag zwei Karten auf ihren Namen hinterlegt hat. Wedekinds hatten noch nie ein Stück der Solinger Choreografin gesehen. Manfred Wedekind leitet hier in der Stadt die Mordkommission, interessierte sich privat allerdings ausschließlich für Fußball. Seine Frau wollte sich einfach nur „überraschen“ lassen, und freute sich über die Abwechslung. Sie joggte zweimal die Woche auf der Königshöhe und arbeitete vormittags in einer Metzgerei. „Ist Pina Bausch nicht tot?, rief Manfred aus dem Badezimmer. „Du denkst auch nur an Tote, kannst du deinen Beruf mal für einen Moment vergessen.“ „Hä? Wenn ich frage, ob Bausch tot ist, heißt das doch nicht, dass ich denke, man hätte sie ermordet.“ „Ja, schon gut, aber wenn du ‚tot’ sagst, denke ich immer, du glaubst an Mord und so.“ Wedekinds waren seit fünfzehn Jahren verheiratet. Kennengelernt hatten sie sich bei Norberts Geburtstag, einem Freund von Manfred. Claudia war damals die Freundin von Norberts Frau Silke. Claudia hatte sich von ihrem ersten Freund Detlef kurz vorher getrennt. Manfred Wedekind fand Norberts Freundin eigentlich attraktiver. Silke war aber augenscheinlich ziemlich stark in Norbert verknallt, daher suchte er, nachdem er das erkannt hatte, die Nähe zu Claudia. Im Laufe des Abends tranken sich beide schön. Nach einer guten Weile kamen sie zusammen (Kino, Essen, Übernachtung). Kinder wollten beide nicht, da waren sie sich von Anfang an einig. Warum, wird nicht weiter erörtert. Norbert und Silke bekamen insgesamt sechs Kinder. Später wurden sie Trauzeugen von Claudia und Manfred. Aber das ist Schnee von gestern. „Wir müssen los, sonntags fangen die im Opernhaus immer schon früher an, um sechs Uhr“. Claudia bat ihren Mann um Eile. Als sich Wedekinds kurze Zeit später in der Oper mühevoll im 2. Rang in die Sitze quetschten, beide hatten in den letzten Jahren arg zugelegt, meinte der Hauptkommissar etwas gereizt: „Dein Physiotherapeut hätte dir direkt noch einen Gutschein für eine Massage schenken können. Wenn wir hier lebend rauskommen, haben wir Rücken und kriechen auf allen Vieren. „Übrigens, er hat bei der Uraufführung vor vielen Jahren selbst in dem Stück mitgetanzt!“ sagte Claudia fast stolz. „ Ach, dann gehen hier gar keine richtigen Tänzer zu Werke?“, fragte Manfred etwas sarkastisch. „Doch, natürlich, er hat halt noch im Alter einen neuen Beruf erlernt. Machst du bitte dein Handy noch aus?“, das wäre mir sonst peinlich, wenn es während der Aufführung klingelt. „Ich hab Bereitschaft, Claudia“, entgegnete Manfred ernst, „ist aber auf lautlos gestellt.“ In der Pause standen Wedekinds etwas verloren im Foyer, beide kannten hier niemanden. Gegen jede Erwartung gefiel ihnen das Stück aber sensationell gut, Wedekinds waren total geflasht (von den Socken), sie hatten es sich nicht so wahnsinnig schön vorgestellt. Beide waren überwältigt und total perplex. Sie schienen äußerst verblüfft darüber zu sein, dass sie sich auf etwas derart Neues einlassen konnten, und bereit waren, sich von klassischen Sehgewohnheiten zu verabschieden. Wedekinds hatten richtig rote Bäckchen, von all der wundersamen Aufregung und Schönheit, die sie hier unerwartet erleben durften. Plötzlich vibrierte Wedekinds Mobiltelefon. Seine Frau nahm ihm sein Sektglas ab, er musste zum Telefonieren raus. Sie trank vor Nervosität, etwas zitternd, abwechselnd aus beiden Gläsern. Durch die Glastür beobachtete sie Manfred, und ahnte, dass etwas passiert ist, und er wohl direkt los müsste. Als Wedekind wieder ins Foyer trat, lächelte er seine Frau an, nahm sein Glas, trank es aus und tänzelte zum Ausschank, um zwei neue Gläser zu bestellen. Seine Frau schien etwas verdutzt: „He, und was ist jetzt, musst du nicht weg?“ Wedekind klärte seine Frau darüber auf, dass es in einem italienischen Restaurant zu einer Schießerei kam und zwei Männer dabei erschossen wurden. „Ich habe Kollege Krüger gebeten, dass er das ausnahmsweise mal ohne mich machen soll. Zumal ich gerade noch in Palermo wäre“, fügte er schmunzelnd hinzu. „Krüger fragte mich, wo seid ihr, in Palermo? Ich habe ihm dann gesagt, genau genommen sind wir in Palermo, Palermo, haha.“ Dann ertönte der Gong. Bestens gelaunt gingen Wedekinds zurück zu ihren unbequemen Plätzen, aber das störte sie nicht mehr. ari samy

ITALIEN 13 rattelschneck Helferin in der Not von Eugen Egner Nachdem ich lange nichts von ihr gehört hatte, erschien mir meine seit vielen Jahren tote Mutter im Schlaf. Sie teilte mir mit, ich solle Inhaber des Lectori Salutem Verlags werden, der ihrem Vater gehöre. Diese Nachricht überraschte mich sehr, denn mein Großvater mütterlicherseits wäre der letzte gewesen, dem ich je unterstellt hätte, in irgendeiner Weise mit so etwas wie einem Verlag zu tun zu haben. Ungeachtet dessen brachte mir meine Mutter Straße und Hausnummer zur Kenntnis und fügte hinzu, man erwarte mich. Dann löste sie sich auf. Am nächsten Vormittag fuhr ich in die Innenstadt und suchte die mir genannte Adresse auf. Tatsächlich gab es dort einen Verlag, der Lectori Salutem hieß. Als die Dame am Empfang erfuhr, wer ich war, brachte sie mich umgehend zur Geschäftsführerin. Ich versuchte, ihr meine Anwesenheit zu erklären, doch sie bedeutete mir zu schweigen. Über gewisse Dinge dürfe nie gesprochen werden, sagte sie. Sodann reichte sie mir etwas in Alufolie Gewickeltes. Es hatte ungefähr die Maße eines dicken Taschenbuchs, war aber weicher und fühlte sich warm an. Ich fragte nicht, worum es sich handelte. Die Geschäftsführerin trug mir auf, es zu einem bestimmten, ein paar Straßen entfernten Abfallbehälter zu bringen. Weil ich diese Erledigung als formale Voraussetzung für die Übernahme des Verlags betrachtete, gehorchte ich wortlos und verließ mit dem weichen, warmen Paket die Geschäftsräume. Im Parterre traf ich bei der gläsernen Eingangstür auf eine sehr fremdartig aussehende Person. Sie war anscheinend männlichen Geschlechts und rußig wie ein Schornsteinfeger, doch stellenweise – vor allem am Kopf – mit gelbem Puder beschichtet. Weil ich einen freundlichen, unvoreingenommenen Eindruck machen wollte, fragte ich den deplaziert wirkenden Fremden, ob ich ihm helfen könne. Die Antwort bestand in unverständlichen Lauten, die Aufregung und Ärger ausdrückten. Ruckartige Körperbewegungen unterstrichen diesen Eindruck. Ich wünschte, ich wäre einfach auf die Straße hinausgegangen. In dem Moment, da ich dies nachholen wollte, stand auf einmal ein zweites, dem ersten in Aussehen und Verhalten ganz ähnliches Wesen vor mir. Es streckte einen Arm gegen mich aus und fuchtelte damit aggressiv herum. Mehrmals stieß die Hand, die aus langen, dicken Borsten bestand, an meinen Kopf. Bevor die Lage sich weiter zuspitzen konnte, wurde die Glastür geöffnet, und ein schmächtiges Mädchen von höchstens zehn Jahren kam herein. In seinen Händen hielt das Kind einen dicken, langen Stock, mit dem es sogleich ganz entschlossen auf die bedrohlichen Gestalten einschlug. Mit einem Sprung war ich bei der Tür und gelangte ins Freie. Froh, entkommen zu sein, machte ich mich auf den Weg, den die Geschäftsführerin mir beschrieben hatte. An der nächsten Kreuzung kam ich jedoch nicht weiter. Der gesamte Block auf der anderen Straßenseite war von Sicherheitskräften abgesperrt worden. Einer der Polizisten sprach von einem „ungelenken Weltuntergang“, der sich drüben „abspiele“. Es war nicht möglich, den Abfallbehälter zu erreichen. Ich warf daher das in Alufolie Gewickelte auf den Müll am Straßenrand. Als ich mich umwandte und zum Verlag zurückgehen wollte, stand das Mädchen mit dem Stock vor mir. Es sah mir direkt in die Augen, und die Botschaft ihres strengen Blicks war zweifellos: „Heb das wieder auf.“ Ich begriff, dass ich die Sache auftragsgemäß zu Ende bringen musste. „Gut“, sagte ich, „ich tu’s. Aber nur, wenn du mitkommst.“ Das Mädchen nickte ernst. Daraufhin hob ich das nun noch wärmere Paket auf. Mit einer leichten Kopfbewegung gab das Kind das Zeichen zum Aufbruch, und wir überquerten gemeinsam die Straße. Ich war zuversichtlich, dass uns der Stock meiner Begleiterin einen Weg durch jede Art von Weltuntergang bahnen konnte.

14 ITALIEN non non triptychon J.K.R. IST RICHTIG UNCOOL. GEMEINT IST DIE AUTORIN. BLEGH! ? FRAGEN VON ITALIEN ? ! ANTWORTEN VON ITALIEN ! ? Wie wird man eigentlich Maler ? ! Hintergrund möglichst bunt einfärben. Sich davor stellen in Malermontour, weiße Latzhose ordentlich mit Farbe einsauen, Pinsel in die farbverschmierten Hände nehmen, entschlossener Ich-bin-einMaler-Gesichtsausdruck und auf Facebook posten (3x täglich vor den Mahlzeiten) ! Leuchtet mir ein, Italien. Fr. 10.04. DJ-Session / strictly Vinyl! Genre 60‘ bis 2030er Sa. 25.04. Vintage live Einlass 19.00 Konzert 20.30 Fr.-Engels-Allee182 42285 Wuppertal 0202 8973241 www.allee-stuebchen.de Jede Menge... ich bin ihr Anführer! Wieso? Tell me Wladi, gibts bei euch auch einen Deep State? Politiker, die heimlich kleine Kinder fressen? Reptiloide ect..? TRUMPLER & PUTLIN ‡ˆ‰ jorgo Nur so...

ITALIEN 15 DIE PHÄNOMENE DES DR.DUDROP Heute: Zur Phänomenologie der Unterhose Die Unterhose ist ein unter der Hose getragenes Textil. Bei der Ankleide muss man dort hinein schlüpfen. Deshalb nennt der Volksmund die Unterhose auch gerne „Schlüpfer“. Sie wird von allen Geschlechtern getragen (m,w,d), und auch von Hunden, wie das Karlie Hundehöschen „Jolly“ bezeugt. Die Unterhose wird sowohl in der Langform bereitgestellt, vom Fußgelenk bis zur Hüfte, wie auch in der Kurzform, Slip genannt. Denn das „Slip-in“ als Notwendigkeit des Hineinschlüpfens ist gerade dem Engländer durchaus bewusst. Auch wenn der ehemalige Prinz Andrew Mountbatten-Windsor vor allem an der Möglichkeit des „slip out“ interessiert gewesen sein dürfte. Die Verwendung des in diesem Zusammenhang naheliegenden Titels des „Schlüpferstürmers“ (engl. knicker-dropper) ist indessen obsolet. Nach einem Urteil des BGH vom 18.05.1995 gilt diese Bezeichnung als sittenwidrig. Zurück also zur Unterhose. Zwischen Bauchnabel und Sprunggelenk sind unendlich viele Formen realisierbar - ganz nach den Körperproportionen, die sie zu schmücken oder zu verdecken haben. Oder gerade nicht bedecken sollen, wie der „String“, der eigentlich keine Hose ist, sondern seine Negation. Ob ein beinloser Schlüpfer tatsächlich die Kriterien einer Unterhose erfüllt, sei dahingestellt. Das wäre ja so, wenn dem „Nichts“ die Qualität eines „Etwas“ zugebilligt würde. Den Trikotagenherstellern ist das aber egal, ebenso wie vielen Philosophen. Jedenfalls bemüht sich im Unterhosenkosmos der aus der südamerikanischen Tupi-GuaraniSprache entlehnte Tanga (= Lendenschurz) eifrig um einen gewissen Verhüllungseffekt. So ist die Unterhose ein ausgesprochen vielseitiges Textil, was Form, Struktur, Funktion, Verwendungszweck und Geschichte angeht. Von den Eskimos wird berichtet, dass sie in ihrer klassischen Zeit Karibu-Felle als Unterhose mit der Haardecke nach innen trugen, darüber dann die eigentliche Hose, mit dem Pelz nach außen. Zu Hause im Iglu legte die traditionelle grönländische Inuit-Frau jedoch einen Robbenfell-Tanga an, genannt Naatsit, Modell für die späteren String-Tangas. Der Naatsit wiederum eignet sich in den gemäßigten Klimaten nicht als Unterwäsche, weshalb die Firma Schießer seit jeher auf Pelzmaterial verzichtet und Feinripp verarbeitet: Diese Variante zeichnet sich durch eine feine, engmaschige Rippstruktur aus. Sie wird aus abwechselnden Links- und Rechtsmaschen gestrickt und wirkt dadurch glatt und dezent. Feinripp liegt angenehm auf der Haut und ist ideal für körpernahe, schlichte Unterhosen. Nun eignet sich das schlichte Design vielleicht noch für ältere Herrschaften oder die weniger modebewussten Mitarbeiter traditioneller Familienunternehmen im rechtsextremen Politsegment. Die jungen dynamischen Bewohner westlicher Großstädte hingegen bevorzugen fesche und farblich aufregende Unterhosen, die längst ihre altbackene Terminologie hinter sich gelassen haben und jetzt Dessous genannt werden. Für den Herrn gibt es da Spitzenhöschen in den Farben Bleu und Rosé, aber auch knallharte maskuline Formen mit Testicle Bags und Dual Ball Pouch Trunks mit fliegendem Verschluss ($ 19,90). Von ungleich größerer Formenvielfalt ist natürlich die Unterhose für das weibliche Geschlecht: Panties, Cheekies, Shorts und Hipster, Langbeinschlüpfer und Taillenslips. Nicht zu vergessen die beliebten Bauch-Weg-Modelle der Firma Triumph. Längst gilt die Unterhose als Statussymbol und textiles Aphrodisiakum - das wussten nicht nur die Inuit-Frauen, sondern auch Herr Grupp von Trigema. Allerdings ist damit wohl ihr immer noch etwas schlüpfriges Image verbunden: Sehr bedauerlich, denn die Unterhose ist ein Lebens-Elixier für den täglichen Gebrauch und Wechsel. Von Andy Moundbatten war zu hören, dass er bei seinen jüngsten Eskapaden in britischer Haft keine Unterhosen zum Wechseln erhielt („Undie-Arrest“). Das wurde von der örtlichen Presse als Skandal angesehen. Ob das in Wuppertal besser läuft und die Wäscheabteilung der Justizvollzugsanstalt Simonshöfchen genügend Höschen bevorratet, könnten Sie bei Herrn Stefan Richter erfahren, dem zuständigen Seelsorger und Gefängnispfarrer.

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