OnlineItalien 09.2023

ITALIEN 11 ALS DAS LIED „JE T’AIME …MOI NON PLUS“… •••von Jane Birkin und Serge Gainsbourg 1969 veröffentlicht wurde, fuhr ich morgens, je nach Wetterlage, mit der Eisenbahn oder mit dem Mofa von Wuppertal-Barmen nach Schwelm in Westfalen, wo ich eine Ausbildung zum Bürokaufmann absolvierte. Unterschiedlicher können Biografien kaum sein. In den späten Achtzigerjahren waren Birkin und ich einmal ganz kurz zusammen in Paris, das heißt, sie lebte dort mit dem Regisseur Jacques Doillon, meine weibliche Reisebegleitung - die Jane Birkin übrigens wie aus dem Gesicht geschnitten war - und ich fuhren ohne Halt durch Paris, nachdem wir ein oder zwei Tage in der Bretagne verliebt waren, weil ihr eigentlicher Lebensgefährte eine längere Abwesenheit nicht ohne weitreichende Konsequenzen akzeptiert hätte. Außerdem war der 14. Juli, der Nationalfeiertag, da bekam man in der französischen Hauptstadt eh keinen Parkplatz. Uwe Becker ES IST VON… •••der Natur nicht gut eingerichtet, dass Kinder meist höchstens 80, 90 Jahre alt werden und dann sterben. Wieviel schöner wäre es, man würde sich nach Ablauf dieser Zeit verpuppen und als buntes, geflügeltes Wesen, aller Verpflichtungen ledig, durch die Welt flattern. So schwänge man sich die höchsten Bäume hinauf, täte dort lustig mit den Beinen schaukeln und schisse von Zeit zu Zeit einem der jungen oder alten Kinder, die darunter vorbeigehen, auf den Kopf. Martin Knepper MEIN ZIMMERGENOSSE… •••hat letzte Nacht so gegen 1 Uhr eine Packung Kabanossi von Penny gegessen. Ich bin von dem angenehmen Knistern und Schmatzen wachgeworden und er fragte besorgt, ob er zu laut sei, was ich wie immer verneint habe - ist er wirklich nicht. Er isst wie eine leise Katze, die sich benehmen kann. Einzig der Geruch der kleinen Dauerwürste, gepaart mit einem leichten Mauk seiner Sportschuhe, auf den hätte ich verzichten können, aber wegen sowas renne ich nicht zu Frau Mauser, der Leitenden Therapeutin. Benjamin Weissinger til mette

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